Monatsspruch Februar: Freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind! (Lukas 10,20)


Bei Gott bin ich unvergessen


Überall muss ich meinen Namen aufschreiben und hinterlegen. So ganz wohl ist mir nicht dabei. Der Missbrauch meiner Daten ist dadurch natürlich möglich. Auch Warn-Apps, wenn sie denn funktionieren, zeichnen meinen Weg auf. Da ist es gut, wenn aufgeschrieben ist, wer wem wann begegnet sein könnte.
Mag sein, dass wir mit geschriebenen Worten eine besondere Sicherheit verbinden. So nach dem Motto: Was du schwarz auf weiß besitzt, kannst du getrost nach Hause tragen. Vielleicht glauben wir uns mit einem Schriftstück auf der sicheren Seite. Manchmal haben wir aber auch das ungute Gefühl, mit unserem Namen, unserer Adresse geben wir zu viel von uns preis, verleihen anderen Macht über unser Leben.
Die eben gerade berufenen und ausgesandten Jüngerinnen und Jünger berichten Jesus ganz aufgeregt von ihren Erfolgen. Jesus warnt sie mit dem Hinweis, dass es immer zerstörerische Mächte gibt, die Erfolge auch zunichtemachen können. Überschätzt euren Einfluss nicht. Jesus sagt: Darüber hinaus freut euch nicht, dass die Geister und Mächte euch untergeordnet sind, aber freut euch, dass eure Namen im Himmel aufgeschrieben stehen.
Wenn etwas festgeschrieben ist, sollte es unveränderbar sein. Meine Nähe zu Gott ist unverrückbar, mein Name ist im Himmel geschrieben. Menschliche Schrift verblasst, geht verloren, bei Gott bin und bleibe ich unvergessen.


Text: Carmen Jäger

Foto: Lehmann