Viele sagen: „Wer wird uns Gutes sehen lassen?“ HERR, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes! (Psalm 4,7)


Ein neuer König ist geboren


In der dunkelsten Zeit des Jahres erscheint ein Stern am Himmel. Er leuchtet so hell, wie es Sterndeuter aus dem Osten noch nicht gesehen haben. Sie folgen ihm. Der Stern führt sie nach Bethlehem, wo sie den neu geborenen Jesus finden. Die Sterndeuter beten ihn an und beschenken ihn reich. Der helle Stern, der in der Finsternis aufgeht, zeigt an: Mit Jesus ist ein neuer König geboren.
Das Licht ist in der Bibel eine Wesensbeschreibung Gottes. Demgegenüber steht die Dunkelheit für alles, was von Gott fern ist. Licht steht mit Wärme, Hoffnung und Erkenntnis in Verbindung, es gibt Sicherheit und Orientierung. Erst mit dem Licht ist Leben überhaupt möglich – für Menschen, Tiere und Pflanzen. „Ich bin das Licht der Welt“, sagt ­Jesus im Johannesevangelium. Sein Licht steht für die Hoffnung auf das ewige Leben bei Gott. In ihm hat der Tod seine lebensbedrohende Macht verloren.
„HERR, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes!“ Darum bittet der Beter im vierten Psalm. Mit dem Leuchten seines Antlitzes wendet sich Gott jedem einzelnen Menschen persönlich zu. Für Christinnen und Christen ist das ein starker Zuspruch, der sie in ihrem Leben stärkt. Auch am Ende jeden Gottesdienstes erfahren sie ihn in Form des Aaronitischen Segens. „Der HERR segne dich und behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.“


Text: Detlef Schneider

Foto: Lehmann